Was ist? Was kann? Was kostet? Welche Programme? – Virtualisierung

Per Virtualisierung ist es möglich, auf einem Rechner zwei oder mehr Betriebssysteme gleichzeitig auszuführen. Zu diesem Zweck wird eine so genannte virtuelle Maschine generiert. Dem Betriebssystem, das auf der virtuellen Maschine ausgeführt wird, wird dabei vorgegaukelt, dass es sich um tatsächliche Hardware handelt. Dadurch können alle Funktionen ohne Einschränkungen genutzt werden.

Virtuelle Maschinen

Im professionellen Serverbereich werden virtuelle Maschinen gerne benutzt, um einen Server effizienter zu nutzen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Durch Virtualisierung kann ein einzelner Server mehrere Systeme zur gleichen Zeit zur Verfügung stellen. Dabei spart der Betreiber nicht nur Kosten für Hardware, da weniger Rechner benötigt werden, auch die Ressourcen eines Systems werden intelligenter genutzt. Ein Server mit virtuellen Maschinen läuft weniger im Leerlauf, was letztlich Strom spart. Darüber hinaus gestaltet sich die Wartung weniger Geräte ebenfalls einfacher.

Auch im privaten Gebrauch können virtuelle Maschinen sinnvoll sein. Beispielsweise ist es so problemlos möglich, zwei Betriebssysteme zur gleichen Zeit auszuführen. Das ist vor allem für Entwickler interessant, die ein Programm auf mehreren Plattformen lauffähig machen möchten. Natürlich ist es auch möglich, auf diesem Wege Software auszuführen, die für das verwendete Betriebssystem eigentlich nicht zur Verfügung steht.

Die führenden Programme sind hier VmWare und Parallels Desktop. Parallels Desktop gibt es zudem mit Studentenrabatt und enhance Modus das die Virtualisierung sosehr im Hintergrund ablaufen lässt das man keinen Unterschied mehr bemerkt wenn man Win Software auf Apple Hardware ausführt. Bei sehr komplexen Anwendungen ist allerdings mit starken Leistungseinbußen zu rechnen, da virtuelle Maschinen die Hardware des Rechners nicht uneingeschränkt ansprechen können.

Die Virtualisierung

Die wohl häufigste Anwendung finden virtuelle Maschinen im privaten Gebrauch bei der Ausführung alter Software. Aktuelle Versionen des weitverbreiteten Microsoft Windows sind nicht immer vollständig abwärtskompatibel. Besonders Programme, die noch auf Funktionen von DOS zugreifen, bereiten auch mit den von Microsoft zur Verfügung gestellten Kompatibilitätstools oft Probleme.

Die Virtualisierung ist in manchen Fällen die einzige Möglichkeit, ein obsoletes Programm auf aktuellen Rechnern auszuführen. Zu diesem Zweck ist jedoch eine Kopie des Betriebssystems erforderlich, das auf der virtuellen Maschine ausgeführt werden soll.

Entsprechende Virtualisierungssoftware ist für nahezu alle Betriebssysteme erhältlich, sodass beliebige Systeme in verschiedensten Umgebungen ausgeführt werden können. Für einen reibungslosen Ablauf ist jedoch ein System mit einer gewissen Leistungsfähigkeit empfehlenswert. Besonders beim Ausführen von mehreren virtuellen Maschinen kann ältere Hardware schnell an ihre Grenzen geraten. Moderne Prozessoren bieten unter anderem spezielle Befehlssätze, die eine Virtualisierung begünstigen. Ferner profitieren virtuelle Maschinen sehr stark von Prozessoren mit mehreren Kernen, da so viele Prozesse gleichzeitig ausgeführt werden können.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s